Donnerstag, 27. Oktober 2016

Oktoberprojekte


Ich fühle mich ja ein wenig um meinen Lieblingsmonat betrogen. Die schönste Zeit hatten wir Anfang Oktober in Dänemark. Da schien immerhin die Sonne, auch wenn es an der Nordsee ganz schön kalt war. Seit der Rückkehr bin ich voll und ganz von der Arbeit in Beschlag genommen worden (Semesterstart und Semesterende sind für Uni-Dozenten die anstrengendsten Zeiten des Jahres). Aber das Schlimmste ist dieses Wetter. Ständig Regen und der Himmel hängt grau in grau über uns. Der Oktober ist mein Lieblingsmonat, weil er so schön leuchtet. Wenn das Laub sich von Gelb über Orange zu Rot färbt und die warmen Sonnenstrahlen darauf fallen, lacht mein Herz. Leider war davon bisher wenig zu sehen. Im Garten kommen wir dadurch auch kaum voran. Immerhin - am letzten Wochenende habe ich die eine Stunde Sonnenschein abgepasst, die uns gegönnt war, und ein paar Fotos gemacht. Wie man sieht, macht den Rosen und der Kräuterspirale zwischen den Astern das schlechte Wetter nicht viel aus. Alles blüht wie eh und je. So richtig losgelegt hat auch ganz plötzlich die Kapuzinerkresse - seht selbst:

Rosen im OktoberKräuterspirale im Oktober

Das Hochbeet-Erweiterungs- und Brunnenprojekt ist immerhin so gut wie fertig. Auf den Bildern sieht es zwar noch etwas nach Baustelle aus. Die Hochbeete (eigentlich handelt es sich ja um Hoch-/Hügelbeet-Hybride) aus Weideneinfassungen stehen aber und müssen nur noch weiter mit Laub und Erde befüllt werden. Dazwischen haben wir uns einen kleinen Landhausbrunnen gebastelt, der eigentlich nur zur Zierde da ist. Unter dem hübschen Holzfass haben wir eine Regentonne in die Erde eingegraben. Diese wird mit einem Schlauch mit den anderen Regentonnen verbunden, die hinter dem Haus stehen. Der Schlauch wird natürlich noch eingebuddelt. Mit der tollen Schwengelpumpe aus Gusseisen können wir dann also Regenwasser befördern, um unser Gemüse zu gießen. Ja, so was kann man tatsächlich im Baumarkt kaufen. Und: Ja, das Wort "Schwengelpumpe" klingt total obszön.

Landhausbrunnen mit RegenwasserLandhausbrunnen mit Regenwasser

Nächstes Jahr, wenn alles blüht, wird es sicher nett aussehen. Ich habe jede Menge Blumenzwiebeln (Winterlinge, Schneeglöckchen, Narzissen, Tulpen, Riesenzierlauch) eingegraben. Auf dem Bild sieht es irgendwie nach viel weniger aus. Tatsächlich sind es so viele, dass ich kurzer Hand den Tulpenstecher in die Ecke geschmissen und einfach die ganze Fläche 15 cm mit dem Spaten abgehoben habe. Zwiebeln verteilt, etwas Kompost drüber, Erde wieder rauf, fertig. Hoffentlich wird es was, denn die Erde hier hinten ist ganz schön feucht und die Zwiebeln vertragen eigentlich keine Staunässe. Na ja, Versuch macht kluch, wie die Berlinerin sagt. Wenn die Frühlingsblüher ausgeblüht sind, säe ich im Mai eine Bienen- und Schmetterlingsweide aus.


Nebenbei stehen schon wieder Indoor-Projekte auf dem Plan. Wir gestalten das Badezimmer in unserer Wohnung ein wenig um (ich habe Herrn Landpomeranze zu einer neuen Wandfarbe überredet - mein innerer Designer jubelt!) und überlegen gerade, ob wir uns eine größere Couch zulegen sollten. Auch in der Laube geht es jetzt noch etwas weiter, bevor es wieder zu kalt wird, um sich dort lange aufzuhalten. 

In den nächsten Wochen werde ich die Staudenbeete noch mal von Unkraut befreien und mit Laub mulchen. Die Rosen werden angehäufelt und die mediterranen Kräuter auf der Spirale bekommen einen Extra-Schutz. Die Terrassenmöbel werden eingepackt und die Kübel geschützt. Auch den Rasen müssen wir noch ein letztes Mal mähen, bevor der Garten dann endlich winterfest ist und sich sanft zur Ruhe bettet.

Kommentare:

  1. Das wird ein Zwiebelfest, wenn das alles blüht! Mein Lieblingsmonat ist der September.

    Sigrun

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    1. Ja, wenn die Zwiebeln überleben. Drück mir die Daumen, liebe Sigrun! Den September mag ich auch sehr!
      LG Jessica

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  2. Haha, eine Schwengelpumpe haben wir auch im Garten, sonst wären wir bei längerer Trockenheit aufgeschmissen. Unser Garten ist etwas außerhalb und verfügt weder über Strom noch Wasseranschluß. Dann heißt es Ärmel hoch und pumpen.

    Wenn die Pumpe im Winter nicht genutzt wird, empfehle ich die abzubauen und erst im März wieder anzubauen. Die Lederdichtung leidet bei Frost und es kann sein, dass Ihr im Frühling eine neue braucht. War bei uns auch so, seitdem bauen wir die ab. Alle 2 Jahre brauchen wir bei unserem Einsatz sowieso eine neue, weil die abnutzt und dann kein Wasser mehr nach oben fördert.

    Aber ein schönes Teil habt iht da!

    LG Daniela

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  3. Liebe Jessica,
    die Pumpe würde ich im Winter, wenn es denn kalt werden sollte, abbauen. Mir ist schon eine Pumpe in der Garage kaputt gefroren. Ich hatte vergessen, das Restwasser in der Pumpe aus zu schütten, und ja es war in diesem Jahr bitterkalt.
    Das Arrangement von Pumpe und Hochbeeten gefällt mir.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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  4. Liebe Daniela, lieber Wolfgang, danke für die Tipps! Ich werde mal schauen, dass wir sie über den Winter einmotten. Aber wir wollten erst mal alles installieren, um zu schauen, wie es funktioniert. So muss die Pumpe im nächsten Frühling nur wieder aufgebaut werden und schon haben wir Wasser.

    LG Jessica

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