Irgendwie arbeite ich ständig an Projekten, die gar nicht auf meiner Projektliste für 2016 stehen. Eins kommt zum anderen. An einer Gartenecke fällt Material an, das an anderer Ecke verarbeitet werden muss. Den Gartenpfad aus Baumscheiben habe ich mir aber schon lange gewünscht und den Wunsch nun in die Tat umgesetzt.
Gartenpfad mit Baumscheiben und Fugenbepflanzung
In
einer Revierförsterei des Forstamts Köpenick konnten wir die Baumstämme
für die Einfassung unseres neuen Rindenmulchwegs im hinteren Gartenteil sehr günstig kaufen. Ich habe gleich ein paar
Baumstämme mehr gekauft, sodass Herr Landpomeranze mir daraus mit der
Kettensäge Scheiben sägen konnte. Anschließend habe ich die Baumscheiben
zum Schutz gegen allzu schnelle Verrottung mit Öl bestrichen und
versiegelt. Dafür könnt Ihr spezielles Möbelöl verwenden, aber jedes
beliebige Speiseöl tut es auch. Den kleinen Nebenpfad, der am Rosenbeet
entlangführt, habe ich dann mit den Baumscheiben ausgelegt. Die
Einfassung mit Rasenkantensteinen war ja bereits vorhanden und wir
mussten nur wieder etwas Splitt entfernen. Der Boden unter den
Splittresten ist an dieser Stelle recht humos. Ich konnte darum die Zwischenräume
zwischen den Baumscheiben mit verschiedenen Bodendeckern bepflanzen:
Gaudich (Isotoma), Feldthymian, Polsterthymian, Hauswurze und Seden
wachsen hier hoffentlich bald ganz dicht zusammen.
Der
Weg sieht toll aus, wie ich finde (Frodo gefällt er auch). Ich kann
diese Gestaltung allerdings wirklich nur für kleine Nebenpfade
empfehlen, auf denen Ihr wandelt, um Eure Beete zu bewundern. Als
Hauptarbeitsweg ist dieser eher unebene Wegbelag ungeeignet. Wegen der Unregelmäßigkeiten habe ich noch ein paar runde Natursteinplatten aus Sandstein integriert.
Und so fing alles an: Die neuen Gemüsehochbeete im hinteren Gartenteil
machten einen Arbeitsweg erforderlich, auf dem wir mit der Schubkarre
zwischen den Hochbeeten und der Kompostecke hin- und herfahren können.
Dort haben wir etwas Rasen geopfert und einen Rindenmulchweg mit einer
Einfassung aus Robinienstämmen angelegt.
Der Vorteil eines Rindenmulchwegs liegt darin, dass er den Boden nicht
versiegelt und das Regenwasser versickern kann. Außerdem ist der Weg
nicht befestigt und Ihr bleibt flexibel, wenn Ihr die Wegeführung später
einmal ändern möchtet.
Rindenmulchweg anlegen
Den Weg könnt Ihr ganz einfach anlegen: Boden etwa 15 cm tief ausheben, die Einfassung an den Weggrenzen etwas einbuddeln, die ausgehobene Fläche mit wasserdurchlässigem Unkrautvlies auslegen, eine dünne Schicht Steinsplitt als Drainage und schließlich den Rindenmulch einfüllen. Die Rindenmulchschicht sollte nicht zu dünn sein. Spätestens nach zwei, drei Jahren müsst Ihr etwas nachfüllen, weil die Rinde langsam verrottet.
Rindenmulch wirkt auf Gartenwegen sehr natürlich, riecht gut und unterdrückt Unkraut. Der neue Gartenweg im hinteren Gartenteil gefiel mir so gut, dass ich den Steinsplitt des Hauptwegs im vorderen Gartenteil ebenfalls durch Rindenmulch ersetzt habe. Hier mussten wir nur den Großteil des Splitts entfernen und den Weg mit dem Mulch auffüllen. Hier ein Vorher-Nachher-Vergleich:
Noch mehr Ideen rund um die Gestaltung Eurer Gartenwege
- Auf meiner Inspirationspinnwand "Garden Paths" auf Pinterest findet Ihr viele weitere Gestaltungsideen, auch befestigte Wege.
Ich finde, es sieht sehr gut aus. Und du hast recht, auf Hauptwegen nicht. Außerdem neige ich zum Hängenbleiben, das wäre mein Ende ;))
AntwortenLöschenWenn sie erst grau sind, integrieren sie sich noch besser. Klasse!
Sigrun
Danke, liebe Sigrun! Man kann die Scheiben natürlich auch eingraben, sodass sie richtig bodeneben sind. Aber wenn die Bodendecker in den Fugen erst richtig gewachsen sind, dann sieht es hoffentlich sowieso wie eine Fläche aus.
LöschenLG Jessica
Das habe ich ja noch gar nicht live gesehen, ich muss vorbeikommen! Mit Elias, für Kinder ist das bestimmt eine lustige Sache zum Erfoschen und Betrachten, Barfuß laufen im Sommer ist angesagt :)
AntwortenLöschenJa, Julchen, ist ja auch ganz neu, kannst Du also noch gar nicht gesehen haben. :) Aber das ändern wir dann bald!
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