Montag, 21. März 2016

Gemüse vorziehen


Was macht denn das Hochbeetprojekt so? Tja, die drei Hochbeete und der Rosenbogen stehen und sind befüllt. Bevor ich hier den kompletten Projektbericht mit Fotos veröffentliche, müssen wir allerdings noch die letzten Arbeiten beenden: Eines der drei Hochbeete bekommt einen Gewächshausaufsatz, alle Hochbeete einen Schneckenzaun und das Ganze muss noch einheitlich lasiert werden. In der Zwischenzeit mache ich etwas ganz Großartiges, was die Vorfreude auf meine Hochbeete gleich noch beflügelt: Gemüse vorziehen.

Im Vorziehen von Gemüse versuche ich mich zum ersten Mal. Im letzten Jahr habe ich Sonnenblumensamen direkt ins Beet gesät und beobachtet, wie aus den winzig kleinen Samen an die drei Meter hohe Blumen mit strahlend gelben, tellergroßen Blüten erwachsen sind. Das war auch schon ein tolles Erlebnis. Nun will ich also aus kleinen Samen Gemüse vorziehen, das uns später als Nahrung dienen soll. Für das Gärtnerherz eine ganz besonders schöne Erfahrung, denke ich.

Und so geht es: Gemüse vorziehen


Die unterschiedlichen Gemüsesorten unterscheiden sich unter anderem nach Keimtemperatur und damit nach Aussaatzeitpunkt. Einige Samen können direkt ins Beet gesät werden. Pflanzen, die in unseren Breiten natürlicher Weise eigentlich gar nicht vorkämen, zieht man besser in der warmen Wohnung vor. So dürfen Tomaten- und Paprikapflanzen, die keine Kälte vertragen, zum Beispiel erst nach den Eisheiligen Ende Mai ins Beet. Damit wir in dem kurzen Zeitraum, in dem sie überhaupt draußen wachsen dürfen, auch etwas ernten können, sollten die Pflänzchen dann schon eine gewisse Größe haben.

Wichtig ist die richtige Erde für das Vorziehen von Gemüse. Spezielle Anzuchterde, die im Handel überall erhältlich ist, enthält keinen oder eben nur Naturdünger, bei dem keine Gefahr besteht, dass die Keimlinge verbrennen. Gebt die Anzuchterde in kleine Aussaatgefäße. Ich habe dafür die leeren Plastik-Trays von Hornveilchen verwendet, die ich vor kurzem gekauft und eingepflanzt habe. Genauso gut eignen sich zum Beispiel Eierkartons. Oder man bastelt sich einfach ein paar Aussaatgefäße aus Toilettenpapierrollen oder Zeitungspapier, wie das Garten-Fräulein Silvia. Dann die Samen auf die Erde legen, mit einer hauchdünnen Schicht Erde bedecken, leicht andrücken und mit einer Blumenspritze befeuchten. Die Erde darf nie ganz austrocknen. Daher müsst Ihr sie in den nächsten Wochen bis zur Keimung mehrmals täglich, mindestens morgens und abends, besprühen. Neben der Keimtemperatur, die weder zu niedrig noch zu hoch sein sollte (Angaben auf dem Saatgutpäckchen beachten!), brauchen die Samen und dann die jungen Pflänzchen viel Licht, um zu wachsen. Daher platziert die Aussaatgefäße am besten direkt an einem sonnigen Fenster.

Ich habe die erste Runde mit Paprika, Wildtomaten, Kohlrabi, Salbei, Petersilie und Tagetes gestartet und bin ganz gespannt, was wann keimt. Viele weitere Samen warten noch auf die Aussaat.



Kommentare:

  1. Hallo Jessica,
    bin gespannt, wann deine Sämlinge keimen.
    Ich habe letzte Woche u.a. Tomaten und Sonnenblumen ausgesäht (in Eierkartons),
    nachdem ich letztes Jahr mit der Direktsaat der Sonnenblumen kein Glück hatte.
    Jetzt bin ich ganz glücklich, dass sich schon erste grüne Spitzchen zeigen. Drück mir die Daumen, dass ich das gießen nicht vergesse...
    Rosige Grüße von Christine

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Christine,

    die Tagetes und der Kohlrabi sind schon gekeimt, juhuu! Ging bei mir auch ganz schnell, innerhalb von Tagen. Bin gespannt, ob die Wildtomaten keimen. Die brauchen eigentlich Temperaturen zwischen 15 und 18 ° laut Samentütchen. Ich weiß nicht so ganz, wie ich diese Temperatur herstellen soll. Draußen ist es zu kalt, drinnen zu warm. Habe es trotzdem mal versucht. Dir auch viel Erfolg bei der Anzucht!

    Liebe Grüße
    Jessica

    AntwortenLöschen

Und was denkst Du? Hinterlasse hier einen Kommentar - Deine Meinung zählt!